Erinnerungsspeicher eröffnet

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Der Erlaufer Emigrant Ernst F. Brod (1901-1978), verfasste eine über 2000 Seiten starke Autobiografie, in der er sich mit seinem Schicksal, dem seiner jüdischen Familie und den historischen Ereignissen in seinem Leben prüfend auseinandersetzte.
„The Examined Life/Das geprüfte Leben! Ernst F. Brod!
Die Oberösterreichische Künstlerin Heidi Schatzl setzte sich seit 2016 mit diesem Werk auseinander und interviewte dazu Zeitzeugen und deren Nachkommen und schuf damit 2017 eine erste Ausstellung im Museum ERLAUF ERINNNERT, in welcher sie die ca. 200 relevanten Seiten mit Bezug zu Erlauf und besonders starken historischen Ereignissen, in einer beeindruckenden 3D Buch-Installation „sichtbar“ machte.
2018 wurde dann das Projekt in Zusammenarbeit mit einer Schulklasse des Stiftsgymnasiums Melk erneut aufgegriffen und durch die Sicht der Jugendlichen auf das Leben und die Erlebnisse von Ernst Brod ergänzt.
Mit 2019 fand die Schau „neu überarbeitet und ergänzt“ im Originalschauplatz des historischen Handschlags zwischen dem amerikanischen und dem russischen General zum Ende der Kampfhandlungen des 2. Weltkrieges, im 1. Stock des Erlaufer Gemeindeamtes eine neue und dauerhafte Heimat.
Zur Eröffnungsveranstaltung am Sonntag 10. März, konnte der Bürgermeister zahlreiche interessierte Bürger/innen und Ehrengäste der Landeskulturabteilung begrüßen.
Die Ausstellung ist ab sofort kostenlos wochentags zu den Öffnungszeiten der Gemeinde zu sehen. Viele interessante private und öffentliche Fotos aus den verschiedenen Epochen der Zeitgeschichte ergänzen die Kapitel der Autobiographie und zeigen viele spannende Blickwinkel auf dieses dunkle Kapitel unserer Heimatgeschichte.
Ein herzliches Dankeschön an die Trachtenkapelle Erlauf für die musikalische Umrahmung.
Foto: Bgm. Franz Engelmaier, Cornelia Offergeld, GGR Michael Schrabauer, Dr. Katharina Blaas, Vzbg. Franz Freitag, Heidi Schatzl, Mag. Katrina Peter, Christian Rabl.

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10.04.2019